In Taunusstein sind an mehreren Bäumen und Sträuchern derzeit weiße, spinnwebenartige Überzüge zu sehen. Die Erscheinung hat zu vermehrten Nachfragen bei der Stadtverwaltung und den Stadtwerken geführt, weil zwei unterschiedliche Raupenarten leicht verwechselt werden können.
Erkennungsmerkmale und Gefahrenpotenzial
Die eine Art ist der Eichenprozessionsspinner. Seine Raupen tragen sehr feine Brennhaare, die bei Menschen und Tieren Hautreizungen, allergische Reaktionen oder Atemwegsbeschwerden auslösen können. Typisch ist das sogenannte Prozessionsverhalten. Dabei bewegen sich die Tiere in langen Reihen hintereinander am Stamm oder auf dem Boden entlang. Die Raupen treten nahezu ausschließlich an Eichen auf.
Bei Verdacht auf einen Befall mit dem Eichenprozessionsspinner sollten die Tiere oder ihre Nester nicht berührt und nicht eigenhändig entfernt werden. Aus Gründen des Gesundheitsschutzes muss die Beseitigung von entsprechend geschulten Fachfirmen vorgenommen werden.
Gespinstmotten von Eichenprozessionsspinner unterscheiden
Die andere Gruppe sind die sogenannten Gespinstmotten. Deren Raupen sind unbehaart und deshalb für Menschen und Tiere ungefährlich. Sie besiedeln verschiedene Gehölze, vor allem Obstbäume und Ziersträucher, und überziehen diese häufig mit dichten, weißen Gespinsten. Optisch können diese Nester denen der Prozessionsspinner ähneln, unterscheiden sich aber im Wirtspflanzenkreis und in der Behaarung der Raupen.
Empfehlungen für Anwohner
Wer weiße Gespinste bemerkt, sollte zunächst prüfen, um welche Gehölze es sich handelt. Finden sich die Nester an Eichen und zeigen die Raupen ein Prozessionsverhalten, ist Vorsicht geboten. In solchen Fällen sollten Anwohner die zuständigen Stellen informieren und auf eine professionelle Entfernung durch Fachfirmen bestehen. Bei Gespinsten an Obstbäumen oder Ziersträuchern besteht in der Regel kein gesundheitliches Risiko. Die betroffenen Pflanzen erholen sich meist und treiben nach dem Fraß wieder aus.
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