Sozialdezernentin Dr. Patricia Becher empfing am Donnerstag, 2. Juli, im Rathaus der Landeshauptstadt Wiesbaden junge Menschen aus zwei internationalen Austauschprojekten. Die Begegnungen Open for Exchange und Girls across Borders laufen im Rahmen des Programms Wiesbaden International und sollen Demokratiebildung, interkulturelles Lernen und europäische Verständigung stärken.
Programme und Träger
Die deutsch marokkanische Begegnung Open for Exchange entstand in Zusammenarbeit des Vereins Ihadouten für Entwicklungshilfe, des Stadtteilzentrums Schelmengraben und der marokkanischen Partnerorganisation Young United. Für viele Teilnehmende hat der Austausch eine besondere Bedeutung, weil sie familiäre Wurzeln in der Region Al Hoceima haben.
Das Projekt Girls across Borders wird vom Förderverein der Wilhelm Heinrich von Riehl Schule gemeinsam mit der griechischen Organisation Filoxenia durchgeführt. Im Zentrum stehen Gleichberechtigung, Umweltbildung und Erinnerungsarbeit. Nach Angaben der Organisatoren soll das Projekt insbesondere Mädchen und junge Frauen darin stärken, ihre Perspektiven einzubringen und sich grenzüberschreitend zu engagieren.
Präsentationen und Anerkennung
Im Rathaus stellten die Jugendlichen Eindrücke aus ihren Begegnungen vor. Fotopräsentationen zeigten Erfahrungen aus den Austauschwochen und verdeutlichten, wie Offenheit und Neugier in den Projekten gelebt werden. Zum Abschluss des Empfangs erhielten die Teilnehmenden EU Youthpässe als Anerkennung für ihr Engagement und die im Projekt erworbenen Kompetenzen.
Dr. Becher dankte den beteiligten lokalen und internationalen Partnern sowie den Betreuerinnen und Betreuern. Sie hob die Bedeutung solcher Begegnungen hervor und sagte, sie förderten Verständnis, Respekt und Zusammenhalt und seien gerade in Zeiten von Konflikten und Krisen besonders wichtig. Ihren Dank richtete sie ausdrücklich auch an das europäische Förderprogramm Erasmus+ und weitere Unterstützer, die die Begegnungen ermöglichten.
Bedeutung für Demokratie und Zusammenhalt
Die Stadt Wiesbaden sieht in den internationalen Begegnungen ein Instrument der politischen Bildung. Durch direkten Austausch sollen Vorurteile abgebaut und digitale oder politische Diskurse durch persönliche Erfahrungen ergänzt werden. Verantwortliche betonen, dass solche Projekte langfristig zur europäischen Verständigung und zur Stärkung zivilgesellschaftlicher Kompetenzen beitragen können.
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