Mittwoch, 14.01.2026

Deutschland steht vor dem Rätsel des frühen Berufsausstiegs und der Babyboomer-Rente: Wie sollen Fachkräfte länger im Arbeitsleben gehalten werden?

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Die kommenden Jahre stellen Deutschland vor eine große Herausforderung: Die Generation der Babyboomer steht kurz vor dem Eintritt in den wohlverdienten Ruhestand. Mit dem Ausscheiden von rund sieben Millionen Menschen bis 2039, vorwiegend Babyboomern, droht ein zunehmender Fachkräftemangel in verschiedenen Branchen. Dieser Mangel könnte zu einem Verlust an Wissen und Erfahrung führen, da viele Fachkräfte über 55 entweder arbeitslos sind oder frühzeitig in den Ruhestand gehen.

Die Diskussion über steuerfreie Hinzuverdienste als Anreiz für längeres Arbeiten ist in vollem Gange. Studien deuten jedoch darauf hin, dass diese allein nicht ausreichen werden, um die frühe Berufsausstiegsmentalität zu ändern. Im Vergleich zu Deutschland tritt beispielsweise in Schweden der Renteneintritt durchschnittlich drei Jahre später ein. Dort sind auch mehr ältere Menschen erwerbstätig und haben eine insgesamt positivere Einstellung zur Arbeit.

Experten unterstreichen die Notwendigkeit, die Arbeitsqualität zu verbessern und flexible Arbeitsmodelle zu implementieren, um ältere Arbeitnehmer dazu zu motivieren, länger im Berufsleben zu bleiben. Strukturierte Arbeitsgespräche und die Bereitstellung von Weiterentwicklungsmöglichkeiten könnten den Übergang in den Ruhestand erleichtern und dazu beitragen, die Arbeitskultur nachhaltig zu verändern.

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