Dienstag, 13.01.2026

Der Literaturnobelpreis: Fluch oder Segen für die Ausgezeichneten? Abdulrazak Gurnah bleibt bescheiden trotz internationaler Anerkennung

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Abdulrazak Gurnah wurde im Oktober 2021 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Diese Ehrung brachte eine spürbare Veränderung in seinem Leben mit sich. Stehend im Rampenlicht der Öffentlichkeit, erhielt er eine Vielzahl von Anfragen und Einladungen. Im Gegensatz zu einigen anderen Nobelpreisträgern, die nach der Auszeichnung Schwierigkeiten hatten, ihren Schreibprozess fortzusetzen, brauchte Gurnah etwa ein Jahr, um wieder an seinem Manuskript zu arbeiten. Interessanterweise blieb sein Schreibprozess trotz des Nobelpreises weitgehend unverändert.

Neben seinem literarischen Schaffen nahm Abdulrazak Gurnah auch politisch Stellung, beispielsweise durch die Unterzeichnung einer BDS-Petition. Trotz des Ruhmes und der Erwartungen betrachtet er sich weiterhin vor allem als Schriftsteller und bleibt bescheiden in seiner Arbeitsweise. Diese Bescheidenheit spiegelt sich in seinem Fokus auf die Darstellung alltäglicher Probleme in seinen Romanen wider. Abdulrazak Gurnah hat somit bewiesen, dass er trotz des Drucks nach dem Nobelpreis seinen Schreibprozess erfolgreich fortführen kann und dabei auch wichtige politische Anliegen nicht außer Acht lässt.

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