Deutschland hat begonnen, Gespräche mit den islamistischen Taliban in Kabul aufzunehmen, um Abschiebungen zu regeln, obwohl offiziell keine diplomatischen Beziehungen bestehen. Diese Entscheidung stößt auf Kontroversen in der Öffentlichkeit und wirft ethische sowie politische Fragen auf.
Deutsche Beamte sollen in naher Zukunft nach Kabul reisen, um direkt mit den Taliban über Abschiebungen zu verhandeln. Dabei ist geplant, Abschiebungen von verurteilten Straftätern und Gewalttätern künftig sogar per Linienflug durchzuführen.
Es ist wichtig anzumerken, dass die Bundesregierung offiziell keinerlei diplomatische Beziehungen zu den Taliban unterhält, obwohl diese international wegen ihrer Missachtung von Menschen- und Frauenrechten isoliert sind. Bisher erfolgten Abschiebungen von Afghanen aus Deutschland mit Unterstützung von Katar.
Im vergangenen August wurden 28 verurteilte Straftäter nach Kabul abgeschoben, gefolgt von 81 Männern im Juli, die schwerer Straftaten beschuldigt wurden. Diese Zahlen verdeutlichen die Relevanz der aktuellen Verhandlungen.
Die Diskussionen über Abschiebungen mit den Taliban sind aufgrund des Fehlens diplomatischer Beziehungen und der Menschenrechtsverletzungen der Taliban äußerst umstritten. Die direkten Verhandlungen werfen eine Reihe von Fragen auf, die sowohl moralischer als auch politischer Natur sind.
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