Die Europäische Zentralbank (EZB) hat beschlossen, die Leitzinsen in der Eurozone unverändert zu lassen. Diese Entscheidung wurde vor dem Hintergrund einer stabilen Inflationsrate und eines robusten Wirtschaftswachstums getroffen. EZB-Präsidentin Christine Lagarde kommentierte jedoch nicht die besorgniserregende Situation in Frankreich.
Der Einlagensatz für Banken bei der EZB bleibt konstant bei 2,0 Prozent. Diese Maßnahme soll dazu dienen, die Wirtschaft zu unterstützen, hat jedoch den Nachteil, dass Sparer von niedrigeren Zinsen betroffen sind. Interessanterweise sind die Durchschnittszinsen für Tagesgeldangebote erstmals seit Februar 2024 gestiegen.
Die Inflationsrate in der Eurozone beträgt aktuell 2,1 Prozent, wobei die Kerninflation bei 2,3 Prozent liegt. Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone hat im zweiten Quartal die Erwartungen übertroffen und liegt bei 1,5 Prozent. Die Prognose für das Wachstum in den 20 Euroländern wurde von 0,9 auf 1,2 Prozent erhöht.
Es gibt jedoch Bedenken hinsichtlich der Verschuldungssituation in Frankreich und deren Auswirkungen auf die Anleihemärkte. Trotz dieser potenziellen Risiken hält die EZB an ihrer abwartenden Haltung fest, da die stabile Inflationsrate und das positive Wirtschaftswachstum derzeit keine unmittelbaren Maßnahmen erfordern. Die Krise in Frankreich wird zwar als mögliches Risiko betrachtet, aber es wird kein unmittelbarer Handlungsbedarf gesehen.

