Dienstag, 13.01.2026

Sternsinger überbringen Segen im Rathaus und machen auf Kinderarbeit aufmerksam

Empfohlen

redaktion
redaktionhttps://eltviller-anzeiger.de
Die Nachrichten für Eltville

Rund 30 Kinder und Jugendliche aus drei katholischen Gemeinden haben am Dienstag, 6. Januar, das Hanauer Rathaus besucht und dem Oberbürgermeister ihren Segen überbracht. Die Gruppen aus den Pfarreien St. Bonifatius, St. Birgid sowie St. Peter und Paul zeichneten an der Rathauspforte die Buchstaben C+M+B und sprachen den traditionellen Segensspruch Christus mansionem benedicat, Christus segne dieses Haus.

Empfang und Appell des Oberbürgermeisters

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende empfing die Sternsinger im Rathaus und dankte ihnen für die Segenswünsche. Er hob zugleich das Anliegen der Aktion hervor. Mende betonte, dass die Rechte von Kindern besser geschützt werden müssten, sowohl weltweit als auch lokal, etwa durch Schutz vor Krieg, gewaltfreie Erziehung, Bildung und Fürsorge. „Kinderarbeit sollte es eigentlich nicht geben“, sagte der Oberbürgermeister und unterstützte damit den Protest der Sternsinger gegen ausbeuterische Arbeit von Kindern.

Aktion Dreikönigssingen 2026: Schule statt Fabrik

Die diesjährige Sternsingeraktion steht unter dem Motto „Schule statt Fabrik, Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Im Fokus der Aktion 2026 steht die Bekämpfung ausbeuterischer Kinderarbeit. Partnerorganisationen der Sternsinger setzen sich in zahlreichen Ländern dafür ein, Kinder aus Arbeit zu befreien und ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen. Dazu gehören Förderkurse zur Wiedereinschulung und Maßnahmen, um Schulabbrüche zu verhindern.

Tradition und Organisation

Das Sternsingen geht auf einen Brauch zurück, der bis ins Mittelalter reicht. Jungen, die als Könige verkleidet waren, zogen einst singend durch die Straßen und stellten den Weg zur Krippe nach. Das Kindermissionswerk griff den Brauch 1959 mit der organisierten Aktion Dreikönigssingen wieder auf. Heute gilt das Sternsingen als eine der weltweit größten Solidaritätsaktionen von Kindern für Kinder.

Quelle anzeigen

Weiterlesen

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Aktuelles